OGS

Die OGS Sythen

Die Offene Ganztagsschule ist eine Einrichtung der Stadt Haltern am See als Schulträger. Die Arbeiterwohlfahrt AWO als Kooperationspartner setzt gemeinsam mit der Schule das pädagogische Konzept des Offenen Ganztags um. Die OGS Sythen steht seit 2005 unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt AWO.

Ihr Kind steht im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder ihren Nachmittag und die Zeit zwischen Unterrichtsschluss und Hausaufgaben aktiv und selbständig gestalten. Hierbei geben wir Impulse und Anregungen.

Unser Angebot im Überblick

Strukturierter Tagesablauf

1. Gemeinsames Mittagessen
2. Hausaufgabenbegleitung in Kleingruppen
3. Arbeitsgemeinschaften (AGs) oder freies Spiel

Hausaufgaben

Ihr Kind erledigt die Hausaufgaben in Kleingruppen mit Unterstützung von kompetenten Mitarbeiterinnen und Lehrern.

Nachmittagsangebote

– Vielfältige AGs mit den Schwerpunkten Bewegung und kreatives Gestalten.
– Kinder, die nicht an den AGs teilnehmen, nutzen die Zeit für z. B. Ruhephasen in unserer Leseecke.
– Auch eigene Ideen umsetzen und gemeinsames Spiel mit den Mitschülern stehen auf dem Programm.
– Pädagogische Fachkräfte und Ergänzungskräfte unterstützen die Kinder.

Öffnungszeiten der OGS

montags bis freitags    vom Schulschluss bis 16:00 Uhr

Teilnahmepflicht-Betreuungszeiten

Gemäß Grundlagenerlass BASS 12-63 Nr. 2, ergänzt durch den Bezugserlass vom 16.02.2018 besteht eine grundsätzliche Teilnahmepflicht Ihres Kindes an 5 Tagen in der Woche bis 15.00 Uhr. Durch einen schriftlichen Befreiungsantrag an die Schulleitung, kann Ihr Kindfür max. 2 Tage in der Woche von der Teilnahme befreit werden. Dieser Antrag sollte vor Beginn des Schuljahres erfolgen.

Ansprechpartner in der OGS:

Frau Andrea Fohrmann (Leitung der Einrichtung)
fon: 02364/69736
Gesprächszeiten: donnerstags von 15:00 bis 16:00 Uhr oder nach Terminabsprache

Ansprechpartner der AWO:

Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen
Koordinatorin: Frau Anne Schulze- Kökelsum
fon: 02361/9316718
mail: a.schulze-koekelsum@awo-msl-re.de

Konzeption der Offenen Ganztagsschule der Grundschule Sythen                                             

Die vorliegenden Seiten befassen sich mit dem Konzept der Offenen Ganztagsschule (im Folgenden als OGS bezeichnet) in der katholischen Grundschule Schulverbund Sythen-Lavesum in Sythen. Besonderer Schwerpunkt innerhalb dieser Konzeption bilden die Grundsätze und pädagogischen Schwerpunkte unserer Arbeit. Es versteht sich von selbst, dass vorliegendes Konzept Wandlungen unterworfen ist. Es kann nur vom jetzigen Standpunkt aus geschrieben werden und ist offen für Veränderungen und Neuerungen.

Kapitel 1 gibt einen kurzen Überblick über Entwicklung und Rahmenbedingungen
Kapitel 2 und 3 stellen die Grundsätze unserer Arbeit und die jeweiligen pädagogischen Schwerpunkte dar.    .
Kapitel 4 erläutert die Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Teams, als auch mit Lehrern und Eltern und bildet den Schluss. Dieser Thematik ist ein eigenes Kapitel zugedacht worden, da sie als sehr wichtig und bedeutungsvoll für die Arbeit im Rahmen der OGS angesehen wird. Unsere Offene Ganztagsschule stellt ein umfassendes Angebot bereit, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Eltern orientiert. Die individuellen Interessen und Bedürfnisse, der familiäre Hintergrund und der Förderbedarf stehen im Mittelpunkt. Es findet Betreuung, Bildung und Erziehung statt, durch die die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit gestärkt und gefördert werden sollen.  Somit bietet der Offene Ganztag die Möglichkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren und Bildungsqualität und Chancengleichheit für die Kinder sicherzustellen. Er vereint Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen und kooperiert  mit weiteren Institutionen/ Personen im schulischen Umfeld.

Entwicklung der OGS und Trägerschaft

Mit dem Datum vom 12.03.2003 hat das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder den Erlass zur „Offenen Ganztagsschule im Primarbereich“ veröffentlicht.

Vom 01.08.1998 bis zum 31.07.2005 beinhaltete das Betreuungskonzept an der St. Josef Grundschule die „Sichere Schule von acht bis eins“ (Halbtagsbetreuung). Seit dem 01.08.2005 ist an der Schule die Offene Ganztagsschule (Ganztagsbetreuung) eingerichtet worden, welche derzeit von bis zu 75 Kindern besucht wird. Stadt, AWO und die Grundschule sorgen für Förder-, Betreuungs- und Freizeitangebote sowie für die Organisation und für das Personal.

 Gruppenstärke und Personal 

Die Zahl der zu betreuenden Kinder ist seit der Einführung der OGS im Jahr 2005 steigend. Angestellt in der OGS ist eine Koordinatorin im Ganztag als Einrichtungsleitung ,  pädagogische Fachkräfte,  Ergänzungskräfte sowie Honorarkräfte und FSJ/BFDler*innen.

Eine Hauswirtschaftskraft sorgt, mit der Unterstützung des Teams, für den reibungslosen Ablauf der Essensabwicklung. Sie ist für die Erstellung eines ausgewogenen Speiseplanes, die Bestellung der Mahlzeiten und Erledigung der Zukäufe zuständig.

Die Schule unterstützt zurzeit die Hausaufgabenbetreuung durch den Einsatz von Lehrkräften im Rahmen der schulrechtlichen Stundenzuweisungen.

 Öffnungszeiten

Die OGS bietet eine verlässliche Betreuung in der Zeit von 08.00 – 16.00 Uhr. Dies schließt jedoch nicht aus, dass Kinder die Ganztagsschule nach Absprache auch früher verlassen können. Die Zeit von 8.00- 11.30 Uhr wird in der Regel von der Schule abgedeckt, oder nach Absprache von der OGS. Damit ist eine verlässliche Betreuung der Kinder gewährleistet.

Räumlichkeiten

Der Offenen Ganztagsschule steht seit dem Sommer 2005 die neu gestalteten und erweiterten Räume der „Sicheren Schule von acht bis eins“ zur Verfügung, die sich im Untergeschoss der Schule befinden. Da die Räumlichkeiten allesamt mit großen Fenstern ausgestattet worden sind, fehlt es keineswegs an Helligkeit und Freundlichkeit. Die sehr geräumigen und kindgerechten Zimmer sind in zwei Mehrzweckräume eingeteilt worden und werden durch eine kleine Küche miteinander verbunden. Zusätzlich stehen ein großer Bewegungs- und Bauraum sowie ein kleines Büro zur Verfügung. Das Büro wird auch für Eltern-, Einzelgespräche und weitere vertrauliche Angelegenheiten genutzt. Zusätzlich ist im April 2008 ein separater Sanitärbereich eingerichtet worden.  Im Sommer 2011 wurde in der Schulküche die Mensa im Schulgebäude errichtet. Im Flur innerhalb des Betreuungsbereiches wurde im Dezember 2012, das durch ein Projekt der OGS Kinder, entstandene Fußballfeld eröffnet. Dieser zusätzlich entstandene Raum bietet den Kindern eine großzügige  Bewegungsfläche. Zum Schuljahr 2014 wurde die Mensa um einen Raum erweitert. Im Sommer 2019 erfolgte ein Umbau der Mensa und damit wurde das Raumangebot der stetig wachsenden Kinderzahl angepasst.

Für die Hausaufgaben und andere Aktivitäten stehen ferner die Klassenräume, Schulbücherei, Werkraum, Aula und die Turnhalle zur Verfügung. Die Hausaufgaben werden, in der Regel, nach dem Mittagessen in den Klassenräumen erledigt, da diese Arbeit unmittelbar zum Unterrichtsbereich gehört und hier außerdem die passende, ruhige Arbeitsatmosphäre herrscht. Da die Räume der OGS einen eigenständigen Platz innerhalb des Schulgebäudes einnehmen, können wir feststellen, dass die Kinder die neuen Räume als ihr „zweites Zuhause“ ansehen. Durch die derzeitige Gestaltung unseres Außengeländes schaffen wir zusätzlichen Raum zur Muße, Entspannung und Rückzug für die Kinder.

 Mittagessen

Die OGS bietet jedem Kind die Möglichkeit, eine warme Mahlzeit einzunehmen. Das Essen, welches die OGS von der FA. Apetito bezieht, bietet ein reichhaltiges und kindgerechtes Sortiment an gesundem Essen. Die gefrorenen Mahlzeiten werden in Kombidämpfern erhitzt und täglich mit frischen Beilagen ergänzt. Während der Essenszeit sind je nach Gruppengröße Fachkräfte und eine Hauswirtschaftskraft anwesend. Dies ermöglicht neben einem reibungslosen Ablauf ebenso das Vertraut machen mit bestimmten Tischregeln und Esskultur. Unsere Mensa ist ein Ort, an dem Essen mit Genuss, Lachen und Zeit für Unterhaltungen möglich macht. Somit bieten die gemeinsamen Mahlzeiten Raum für Beziehungsarbeit.

Die Verpflegungskosten werden von der AWO erhoben.

Elternbeiträge

Der Kostenanteil der Eltern wird nach dem jeweiligen Bruttojahreseinkommen errechnet.  Die Stadt Haltern schließt vor Eintritt in die OGS einen Aufnahmevertrag mit den Erziehungsberechtigten ab, der für die Dauer eines Schuljahres bindend ist.

Kündigungsfristen und Vertragsgrundlagen sind auf der Rückseite des Aufnahmevertrages nach zu lesen.

 Ferienzeiten und Brückentage

Innerhalb der Ferien bieten die Teams der OGSs in Haltern am See ein gemeinsames Ferienprogramm an einer Schule an, so dass auch die Ferien mit Betreuungsangeboten abgedeckt sind.  Die Betreuung in den Sommerferien wird in Zusammenarbeit mit allen Halterner Grundschulen durchgeführt, wobei jeweils drei Wochen von Seiten der AWO und drei Wochen von Seiten anderer Träger organisiert werden.

Die Ferien laufen immer unter einem Motto, das vom Ferienteam thematisch vorbereitet wird. Gemeinsam wird beraten, welches Thema die Kinder im Moment besonders interessiert. In den Sommerferien wird einmal in der Woche ein Ausflug vorbereitet, der wenn möglich mit dem Motto der Ferien im Zusammenhang steht. Auch die Brückentage werden gemeinsam mit den anderen OGSs an einem Standort abgedeckt.

Grundsätze unserer Arbeit

Leitbild der AWO

Die pädagogische Arbeit in der OGS orientiert sich am Leitbild der Arbeiterwohlfahrt. Die Grundwerte der AWO sind Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität. Dies bedeutet, dass die nationale und konfessionelle Zugehörigkeit bei den Zugangsvoraussetzungen zu den Einrichtungen der AWO keine Rolle spielt. Kulturelle Vielfalt gehört zu den Tatsachen unserer Gesellschaft und ist in der OGS ausdrücklich willkommen.

Die AWO setzt sich aktiv für das Erreichen von Chancengleichheit ein, indem sie die Inklusion in ihren Einrichtungen fördert und darüber hinaus zusätzliche Angebote zum Ausgleich von Benachteiligung entwickelt und anbietet.

  • Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Sozialisierungsprozess, aufgrund des­sen sich unsere Arbeit gruppenübergreifend gestaltet. Durch die Altersmischung ist der Umgang der älteren Kinder mit den jüngeren alltäglich, wobei die Herausbildung sozialer Verantwortung nachdrücklich gefördert wird. Die Kinder erfahren „Gemeinsam sind wir stark“. Sie werden dahingehend unterstützt, sich in einer altersgemischten Gruppe zu integrieren und soziale Verhaltensweisen zu erlernen. Darüber hinaus können die Kinder ihre Entwicklungsphasen in einem konstanten Umfeld durchlaufen ohne nach dem 1. Schuljahr die Gruppe wechseln zu müssen.
  • Der grundlegenden Fähigkeit von Kindern zum selbst bestimmten und mitbestimmten Handeln räumen wir einen hohen Stellenwert ein. Die Kinder werden mit ihren jeweiligen Bedürfnissen ernst genommen und können so ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln. Darüber hinaus lernen sie Selbstbewusstsein und Selbständigkeit, erkennen ihre Stärken und Schwächen.
  • Die Vermittlung von Normen und Werten ist uns ein wichtiges Anliegen. Kinder sollen darin gefördert werden, zu erkennen, was hilfreich im täglichen Miteinander ist und was schadet. Dies beinhaltet z.B. die Vermittlung von Höflichkeiten, wie gegenseitiges Begrüßen, Entschuldigen bei Fehlverhalten, Ehrlichkeit und Respekt gegenüber Autoritätspersonen.
  • Die Fachkräfte gestalten den Gruppenalltag mit überschaubaren und verlässlichen Regeln. Sie begreifen sich als Vorbild kindlicher Identifikation und praktizieren eine Form des Zusammenlebens, die frei von Konkurrenzkampf ist und einer kritischen Reflektion unterliegt.
  • Die pädagogischen Mitarbeiter verstehen sich als Interessenvertreterinnen der Kinder. Die Kinder werden ungeachtet ihres Entwicklungsstandes und ihrer Herkunft wertgeschätzt und akzeptiert.
  • Eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig, denn nur so kann die Erziehung in der Familie sinnvoll unterstützt und auf eventuelle Problemlagen hingewiesen werden.

Pädagogische Schwerpunkte

Unter Bildung verstehen wir mehr als nur die Vermittlung und Verarbeitung positiven Wissens. Bildungsprozesse sind nur dann erfolgreich, wenn ein umfassendes ganzheitliches Bildungsverständnis Grundlage des pädagogischen Handelns ist. Daher ist es wichtig, Lernumfeld und Lernangebote so zu gestalten, dass  sich neben den kognitiven Kompetenzen auch die motorischen, kreativen, musischen und insbesondere die sozialen Kompetenzen eines jeden Kindes bestmöglich entwickeln können. Die Förderung erfolgt spielerisch und motivierend. Denn nur durch Freude am Lernprozess wird sich ein nachhaltiger Lernerfolg einstellen. Um das Selbstbildungspotential der Kinder zu stimulieren, werden in Kooperation mit der Stadt Halten am See adäquate Räume, sowie Sportgeräte und Spielmaterialien zur Verfügung gestellt. Die OGS ist eine Kombination von Schule und klassischen Angeboten der Jugendhilfe. Durch die Verzahnung der schul- und pädagogischen Ressourcen werden ganzheitliche Lernprozesse in Gang gesetzt.

Wir arbeiten ressourcenorientiert und sind darauf bedacht, den Kindern eine Teilnahme am OGS- Alltag zu ermöglichen, die positiv besetzt ist und sie in ihrer jeweiligen Entwicklung fördert. Der Prozess der Inklusion ist damit bereits in unserem Grundverständnis von OGS angelegt und wird stetig vorangetrieben.

Unser pädagogische Ausrichtung ermöglicht Zeit für Bildung, Erziehung sowie Spiel- und Freizeitgestaltung in einer verlässlichen Tagesstruktur.

Kinder fördern

Wie Förderung geschieht, wird aus den nachfolgenden Punkten ersichtlich. Bei der inhaltlichen Gestaltung ist Partizipation in allen Handlungsfeldern für uns sehr wichtig, d.h. sowohl bei den Hausaufgaben und dem Mittagessen als auch bei allen anderen Angeboten. Nur so kann unserer Meinung nach bedarfsorientierte und individuelle Förderung stattfinden.

Sprache und Kommunikation fördern

Wir ermutigen grundsätzlich zur intensiven Kommunikation untereinander, d.h. wir setzen Impulse, fragen nach, sprechen an, motivieren zum Gespräch, fordern diesbezüglich heraus .Leben in der Gemeinschaft bedarf vieler Regeln- das setzt Kommunikation voraus.

Bewegung und Sport fördern

Wir ermöglichen Bewegung drinnen und draußen und richten uns nach den Bedürfnissen der Kinder z.B. Fußball, Bewegungsräume, Tischtennisplatten, Spielmaterialien für draußen und verschiedene Sport AGs.

Berücksichtigung unterschiedlicher Lernzugänge 

Durch Arbeitsgemeinschaften und angeleitetes Freispiel am Nachmittag, kann Wissen durch Hand, Herz und Verstand erworben und ganzheitliche Lernprozesse in Gang gesetzt werden.

Förderung des sozialen Lernens und Vermittlung von Alltagskompetenzen

Aushandeln von Kompromissen, Konflikte angemessen lösen, Selbstorganisation und Selbstentfaltung sind Kompetenzen, die im gesellschaftlichen Miteinander aber auch im späteren (Berufs-) Leben maßgeblich sind.

Schule sozialräumlich verankern

Zusammenarbeit und Austausch findet statt zwischen OGS Personal, Lehrer*innen, AG Kräften, mit anderen Schulen, Sportvereinen, Lesepaten aus dem Ort, Heimatverein und der katholischen und evangelischen Kirche der Gemeinde. Wir nutzen den Blick nach und von außen, um durch die Erfahrung anderer Qualität weiter zu entwickeln.

Grundlegende Prinzipien der Freizeitgestaltung in der OGS

Kinder verbringen bis zu acht Stunden des Tages in der Schule. Damit ist Schule Teil der Lebenswelt unserer Kinder, in der sie Weltbilder entwickeln, in der sie beobachten wie WELT funktioniert, in der sie erkunden, welche Möglichkeiten sie darin haben. Kindern in diesem Prozess des Welterlebens vielfältige Handlungs-, Erfahrungs-, und Gestaltungsräume anzubieten, ist deshalb eines unserer Hauptanliegen. Die Art der Freizeitgestaltung sollte weitgehend von den Kindern selbst bestimmt werden. Aufgabe der Fachkraft ist es, die Kinder anzuregen und bei der Realisierung ihrer Ideen durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen zu unterstützen.
Die OGS öffnet sich im Rahmen der Freizeitgestaltung sowohl nach innen als auch nach außen, da beispielsweise die Ferienbetreuung in Zusammenarbeit mit den anderen Offenen Ganztagsschulen stattfindet.

Die Kinder sollen:

  • ihre Freizeit aktiv und selbständig gestalten,
  • sich kritisch mit kommerziellen Freizeitangeboten auseinander setzen,
  • ihre Umwelt selbständig entdecken,
  • neue Fähigkeiten an sich entdecken,
  • Selbstvertrauen und soziales Miteinander ausbauen,
  • Freundschaften schließen und aufrechterhalten,
  • kooperative Fähigkeiten entwickeln,
  • lernen, schöpferisch tätig zu sein,
  • sich an- und entspannen können (Bewegung – Ruhe),
  • soziale Anerkennung und Zuwendung geben und nehmen,
  • erkennen, ob ihr Freizeitverhalten ihren Bedürfnissen entspricht
  • (z.B. durch die Wahl in angebotene AGs),
  • Sicherheit und Verlässlichkeit durch Struktur in den Abläufen erfahren.

 Die Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Kinder glauben nichts wirklich, was sie nicht auch nachvollziehen können. Sie müssen die Wirklichkeit spüren, Ereignisse nachvollziehen, Zusammenhänge selber entdecken, denn nur so können Kinder die Welt verstehen. Dies bedeutet lernen mit Kopf, Herz und Hand. Die Kinder haben die Möglichkeit an wechselnden AGs teilzunehmen, um hier ihre Fähigkeiten auszubauen. Diese bestehen derzeit aus verschiedenen sportlichen Angeboten (Fußball , Ball und Bewegungs AG), sowie kreativen Arbeitsgemeinschaften ( Handarbeit, Mal, Bastel und Töpfer AG),  einer Computer AG ( Medienkompetenz) und einer Koch- und Back AG. Durch die große Bandbreite der stattfindenden AGs haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Vorlieben und Interessen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Jedes Kind hat die Möglichkeit zwei Mal in ein Angebot „hineinzuschnuppern“, bevor es die Entscheidung zur Teilnahme an einer AG fällt.

Die AGs werden zum Teil von unterschiedlichen Institutionen aus dem sozialen Umfeld der Kinder geleitet z.B. Sportvereine, Heimatvereine und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Auch Student*innen, eigene Mitarbeiter*innen unterstützen die Freizeitgestaltung der Kinder.

 

Hausaufgaben

Die Erledigung der Hausaufgaben ist ein wichtiger pädagogischer Schwerpunkt unserer OGS. Wir bieten den Kindern zeitliche und räumliche Strukturen an, die es ihnen ermöglichen, selbständig und eigenverantwortlich ihre Hausaufgaben zu erarbeiten. Die Kinder werden während der Hausaufgaben in Gruppen eingeteilt und von Fachkräften und Lehrer*innen unterstützt. Die betreuenden Lehrer*innen und pädagogischen Mitarbeiter*innen achten darauf, dass dies in einer ruhigen Arbeitsatmosphäre geschieht. Sie sind Ansprechpartner wenn Inhalts-und Verständnisfragen aufkommen, fordern aber auch die zumutbare Eigenverantwortung der Kinder und vermitteln die Erwartung, dass jedes Kind bemüht ist, seine Hausaufgaben nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen. Die Hausaufgabenbegleitung stellt keinen Nachhilfeersatz dar. Bei Bedarf oder wenn es Fragen gibt, nehmen wir Kontakt zu den Klassenlehrern oder den Eltern auf. Der Zeitrahmen für die Hausaufgaben bewegt sich zwischen 12.30 und 15 Uhr.

 Partizipation der Kinder

In regelmäßigen Abständen, entweder geplant oder spontan nach Bedarf, werden mit den Kindern Gesprächskreise veranstaltet, in denen z. B. Wünsche, die wir mittels einer „Wunschbox“ sammeln, besprochen werden. So kann die Gruppe bei AG- bzw. Projektplanungen mit entscheiden, Essenswünsche äußern oder auch Vorschläge für neues Spielmaterial machen. Ebenso wird das Miteinander in der Gruppe diskutiert und reflektiert. Für den allgemeinen Austausch wählen wir bewusst keinen festen Tag aus, um dadurch regelmäßig alle Kinder zu erreichen, was an einem bestimmten Wochentag nicht möglich wäre, da nicht jedes Kind täglich die OGS besucht.

Zusammenarbeit im Team /Fort- und Weiterbildung

Eine gute Zusammenarbeit im Team stellt für uns die Grundlage für effektives und zielgerichtetes Handeln dar. Aus diesem Grund finden in regelmäßigen Abständen Teamsitzungen statt, in denen außer organisatorischen Angelegenheiten auch der Austausch über Kinder ein wichtiger Bestandteil ist. Gemeinsam werden Lösungsstrategien erarbeitet und Handlungsweisen reflektiert. Jeder von uns bringt darüber hinaus individuelle Stärken und Talente ein, die in eigenen Projekten, Aktivitäten oder auch AG umgesetzt werden. Auch der Umgang der Mitarbeiter untereinander wird thematisiert, so dass immer wieder eine gemeinsame Basis für die Arbeit gefunden werden kann. Gemeinsame Fortbildungen und Teamtage, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, fördern und stärken das Team. Darüber hinaus gibt es monatlich eine Leitungsrunde der AWO Teamleiter*innen und der zuständigen Koordinator*in. Es werden schulübergreifende Themen und organisatorische Abläufe besprochen so wie Ferien geplant. Damit der Informationsaustausch mit dem Geschäftsbereich Schule und den Teamleiter*innen gegeben. Ein Austausch mit den Teamleiter*innen der anderen träger der OGS Haltern am See, findet zwei Mal jährlich statt. Trägerübergreifende Themen wie z.B. gemeinsame Ferienbetreuung können so kommuniziert werden.

Zusammenarbeit mit Lehrern

Ein Informationsaustausch mit den Lehrer*innen und eine gute Zusammenarbeit fördert die Effektivität der gegenseitigen Arbeit und ist deshalb von großer Bedeutung. Lehrer und pädagogische Fachkräfte führen zum Teil gemeinsam Elterngespräche und können somit über die Kinder und deren Umfeld reflektieren und miteinander nach Handlungsalternativen suchen. Gemeinsam werden auch Lösungsstrategien entwickelt, wenn es darum geht, Kindern individuelle Hilfen zu geben. Regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung und die gelegentliche Teilnahme an Lehrerkonferenzen tragen ferner zu einem zielgerichteten und gut organisierten Arbeitsablauf bei.

 Zusammenarbeit mit Eltern

Nur durch eine Zusammenarbeit mit den Eltern kann die OGS die Erziehung in den Familien sinnvoll unterstützen und das Verhalten der Kinder verstehen und einordnen. Daher sind die Fachkräfte bemüht, in regelmäßigen Abständen Elterngespräche anzubieten, in denen die persönliche Entwicklung des Kindes besprochen wird, aber auch Kritik oder Lob an verschiedenen Punkten geäußert werden kann. Durch unser OGS- Heft, ein Mitteilungsbuch für Eltern, Lehrer und Mitarbeiterinnen , tauschen wir uns gegenseitig kurzfristig über Aktuelles aus. An Informationsveranstaltungen, wie Elternabende u. w. soll der Austausch zwischen Eltern und Betreuungskräften zusätzlich gefördert werden.

Im Ganztagsteam zusammenarbeiten
Wir arbeiten „ Hand in Hand“ durch :
Kommunikationshilfen ( Infobuch und Tageslisten, aushängende Listen bezüglich aller täglichen Vorkommnisse)
Regelmäßiger Austausch
Regelmäßigen Reflexion
Regelmäßige Teamsitzungen
Regelmäßige Leitungsrunden aller AWO OGS Koordinatorinnen
Regelmäßiger Austausch Schulleitung und OGS Koordinatorin
Teilnahme an Lehrerkonferenzen
Regelmäßigen Fortbildungen der Teammitglieder zur beruflichen Weiterentwicklung

Dadurch wird Weiterentwicklung und Veränderung möglich.

Andrea Fohrmann,  Koordinatorin Ganztag.                Marlet Kleerbaum, komm. Schulleiterin